Deutschlands Zahnärzte gehören noch immer zu den Besserverdienenden. Sie liegen mit ihrem Einkommen sogar über dem Durchschnitt der übrigen Mediziner. Aber das reicht ihnen nicht. Die gesundheitspolitischen Sparaktionen hätten sie, so die häufige Klage, an den Rand des Ruins gebracht. Daß sich die Sparmaßnahmen, die von der Koalition als wegweisende Reformen verkauft wurden, nachhaltig in der Einkommensstatistik der Zahnmediziner niedergeschlagen hätten, ist aber nicht einmal in den selbstaufbereiteten Statistiken der Zahnärzte zu erkennen.
Aus dem jüngsten Jahrbuch der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) lassen sich Umsatzsteigerungen um durchschnittlich vier Prozent pro Jahr errechnen. Nach Abzug der Kosten lagen die Einkommen (West) 2007 bei knapp 100 000 Euro. Das waren rund 8000 Euro mehr als 2006. So schlecht ist das nicht, zumal zu diesen Einkommen aus dem Geschäft mit der GKV auch noch die Honorare der Privatpatienten addiert werden müssen.
Das durchschnittliche Einkommen eines angestellten Zahnarztes in Deutschland liegt zwischen 3.300 und 4.360 Euro Monatsbruttoentgelt.
| Jahr | Umsatz | Kosten | Gewinn | ||
| 2000 | 355.185 | 255.514 | 99.671 | ||
| 2001 | 361.522 | 254.291 | 107.231 | ||
| 2002 | 365.746 | 256.853 | 108.893 | ||
| 2003 | 373.972 | 263.677 | 110.295 | ||
| 2004 | 377.591 | 263.528 | 114.063 |
Das Jahreseinkommen beim Zahnarzt liegt im Durchschnitt bundesweit bei 114.063 oder umgerechnet monatlich bei 9505 Euro. Zu beachten sei dabei das der Gewinn noch versteuert werden muss. Zahnärzte zahlen dabei nur Einkommensteuer, es fällt keine Gewerbesteuer an.
Ebenso ist entscheident auf welchen Bereich sich die Zahnärzte spezialisiert haben. Ein Implantologe kann mit Sicherheit mehr verdienen als ein allgemein arbeitender Zahnarzt, allerdings sind die Anschaffungskosten für die Geräte entsprechend hoch und sie rentieren sich nur bei wenn der Zahnarzt entsprechend viele Implantate setzt. So ist es nun mal schwer eine abschließende Summe zu nennen. Auch ist es den Zahnärzten selber nicht klar, wie sie ihr Einkommen beziffern sollen, da sich sehr viel über die eigene Praxis absetzten läßt, wie z.B ein Dienstwagen und deswegen ist die reale Einkommensgrenze verwischt.
Im Jahr 2004 betrugen die Ausgaben der Krankenversicherungen für zahnärztliche Leistungen 13,6 Mrd. €. Davon entfielen auf die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) 11,3 Mrd. € (83%) und auf die privaten Krankenversicherungen (PKV) ca. 2,3 Mrd. €. (17%). In der GKV wurden 59% der Leistungen für Zahnbehandlung, 32% für Zahnersatz und 9% für Kieferorthopädie ausgegeben. In der PKV bildete der Zahnersatz mit 55% den größten Ausgabenposten, gefolgt von der Zahnbehandlung mit 38% und der Kieferorthopädie mit 7%. Da der Leistungskatalog der GKV nicht die gesamten zahnärztlichen Leistungen abdeckt und auch die PKV häufig nur einen bestimmten Prozentsatz der Zahnarztrechnungen erstatten, sind die Zuzahlungen durch die Patienten bei Zahnarztleistungen bedeutend höher als bei anderen Ärzten.
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