Hunderte Ausbildungsplätze in Mainz und Rheinhessen werden im Sommer nicht besetzt sein, obwohl es weit mehr freie Stellen als Bewerber gibt. Dies berichtete die Mainzer Agentur für Arbeit, gestern beim Aktionstag “Ja zur Ausbildung”. Die Erwartungen der Jugendlichen passen nicht mit der Lage auf dem Ausbildungsmarkt zusammen”, der Berufsstarter mit Arbeitgebern und Berufsberatern in Kontakt brachte. Noch immer gingen die Berufswünsche in Richtung klassischer “Modeberufe” wie Friseur, Kfz-Mechatroniker, Bürokaufmann oder Maler und Lackierer, bei denen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz aufgrund der hohen Bewerberzahlen gering sind, erklärte sie.
Unternehmer finden hingegen nicht auf Anhieb die geeigneten Bewerber für ihr Angebot. Viele Unternehmen möchten gerne einen Bürokaufmann und einen Kaufmann für Speditions- und Lagerdienstleistung ausbilden. “Trotz 20 eingegangener Bewerbungen habe ich noch keinen Azubi gefunden”, berichteten Bewerber. “Minimal Anforderungen sind ein guter Hauptschulabschluss und gute Englischkenntnisse. Aber auch das Persönliche muss stimmen”, sagen die Ausbildungsbetriebe. Sorge bereite ihm, “dass bei vielen Bewerbern die Identifikation mit dem Unternehmen und dem angestrebten Berufsfeld fehlt.”
Das Problem sei, dass vielfach Schulnoten und Abschlüsse nicht mit den Anforderungen der Unternehmen zusammenpassten. Dies liege vielfach an falschen Erwartungen Jugendlicher, die sie mit ihren Schulnoten oder ihrem Abschluss nicht erfüllen können. Oftmals beklagen die Unternehmen bei ihren Bewerbern zunehmend mangelnde soziale Kompetenz beklagten. Viele Jugendliche setzten sich zu spät mit dem Thema Berufsstart auseinander. “Oft fehlt auch die Eigeninitiative und die Unterstützung der Eltern”. Für Schulabgänger, bei denen es in diesem Jahr nicht mehr zum Ausbildungsstart reicht, bietet die Arbeitsagentur Übergangslösungen an.
Verdienst Brutto nach der Ausbildung:
Agentur 1.700 – 2.113, Anlagenbau 1.371 – 1.950, Automobil 1.515 – 2.340, Banken 1.583 – 2.500, Deutsche Telekom AG, 1.751 – 2.438, Druckindustrie 1.677 – 2.397, Einzelhandel 1.633 – 2.200, Land- und Forstwirtschaft 1.267 – 1.613, Marketing/Werbung 1.892 – 2.100, Medien 1.250 – 1.660, Öffentlicher Dienst Ost 1.396 – 1.587, Öffentlicher Dienst, West 1.509 – 1.715, Süßwarenindustrie 1.888 – 2.075, Tourismus 1.400 – 1.878, Verkehrsgewerbe 1.440 – 1.898, Versicherungen 1.675 – 1.865
Tags: Verdienst, Durchschnittsverdienst, Gehalt, Lohn, Durchschnittslohn, Ausbildung, Tarif, Kauffrau, Gehaltstabelle, Nettogehalt, Nettoverdienst,
Tags:Berufsberater, Kaufmann, Lackierer, Bürokaufmann, Berufswunsch
Letzte Kommentare